"Barrierefreiheit bedeutet,
dass Gegenstände, Medien und Einrichtungen so gestaltet werden,
dass sie von jedem Menschen unabhängig von einer eventuell
vorhandenen Behinderung uneingeschränkt benutzt werden können."
~ wikipedia.de
Was bedeutet das für das Soziologie-Institut?
Ein kleiner Überblick über einige der Problembereiche oder: Direkt zu den Kommentaren Betroffener
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Bereits der Eingangsbereich stellt sich aus der Sicht barrierefreier Gebäudegestaltung mehrere Probleme dar. So ist etwa zum Öffnen der Eingangstüre eine Kraft von rund 49
Newton ("entspricht" 4,9 Kilogramm) nötig, wo die Kraft zum
Öffnen der Türflügel in Hinblick auf Personen im Rollstuhl nicht
über 25N liegen oder die Türflügel elektrisch zu öffnen
sein sollten.
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Die nachfolgende Glastüre erweist sich zudem aus wahrnehmungstechnischen Aspekten als problematisch, da sie unzureichend (kontrastierend) gekennzeichnet ist, und von
Personen mit Sehbehinderung kaum oder gar nicht (rechtzeitig)
wahr genommen werden kann.
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Der Stiegenaufgang zur Bibliothek ist gleich in mehrfacher Hinsicht als problematisch einzustufen, wovon vor allem Personen mit Sehbehinderung betroffen sind: Die
Beleuchtungsstärke beträgt hier knapp 40 Lux, wobei
Stiegenaufgänge lt. einschlägigen Ö-Normen mindestens 150 Lux
aufweisen müssten. Zudem sind die Stiegenkanten weder taktil
noch kontrastierend gekennzeichnet und der Handlauf nicht
durchgehend ausgeführt.
Details zur Lichtmessung sind diesem PDF zu entnehmen!
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Achtung Stolperfalle! Der Stiegenaufgang zu den Seminarräumen ist zwar
vorbildlich gekennzeichnet, doch die Gehsteigkante, die
praktisch die erste bzw. letzte Stufe darstellt, bleibt von den
Maßnahmen zur barrierefreien Gebäudegestaltung weitestgehend
verschont.
Bei Tageslicht ist die Beleuchtung ausreichend: 160 Lux lokal, 1280 Lux (Punktmessung)
Am Abend sinkt sie dagegen auf bis zu 30 Lux herab.
Die "Alternative", der Aufzug, bietet leider weder
kontrastierende (wenn nicht temporär aufleuchtende) noch
entsprechend taktil ausgeführte Bedienungselemente.
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Um das Stiegenhaus ist es kaum besser bestellt als um den Stiegenaufgang zur Bibliothek: Die Beleuchtungsstärke liegt mit 10 bzw. 40 Lux wiederum weit unter den in der Ö-Norm empfohlenen 150 Lux. Die Kennzeichnung der Stiegenkanten wirkt ob der
schwachen Ausleuchtung nicht besonders kontrastierend und
mittlerweile auch nicht mehr ausgesprochen taktil. Der Handlauf
ist auch hier unterbrochen.
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Eine Türe am Eingang zum Vorraum der Seminarräume versperrt den Weg, und um die Flügel zu öffnen, sind über 50 Newton an Kraftaufwand nötig: Zu viel für Personen im Rollstuhl!
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Trotz verhältnismäßig guter Ausleuchtung (160-300 Lux) versperren allerlei
Hindernisse teils mit überhalb des Bodens vorspringenden Kanten den
direkten Weg und stellen damit vor allem für Personen mit
Sehbehinderung oder gar blinden Personen eine "Herausforderung" dar.
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Wenig Rollstuhlfreundlich zeigen sich dagegen die Spindkästen: Kein einziger von ihnen lässt die Tür annähernd um 180° aufschwenken, sodass davor nicht "geparkt" werden kann.
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Die Seminarräume sind mit vergleichsweise winziger Schrift beschildert ...
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... und darüber hinaus selbst bei Tageslicht und Deckenlicht zusammen zu schwach
ausgeleuchtet. (200 Lux bzw. 160 Lux punktuell)
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Auch hier gibt es trotz ausreichender Beleuchtung wiederum allerhand
Hindernisse, die etwa mit dem Taststock am Boden gar nicht erst erfasst werden können ...
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Das neue Bagru-Kammerl: Mit 320/320 Lux (lokal, Punktmessung) immerhin einer der am besten ausgeleuchteten Räume am Institut! :-)
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Du denkst, das sei erst die Spitze des Eisberges?
Schreib uns deine Meinung und Erfahrungen!
"Liebe
BAGRU- Leute!
Mein Name ist Katharina Schaupp und ich studiere Soziologie!
Mir fällt als Rollstuhlfahrerin um einiges mehr auf als euch!
Abgesehen von den Türen und Stiegenaufgängen - die ich eben nicht
benutzen kann - gibt es ja schon einen angeblich barrierefreien
Eingang in die Bibliothek! Nur:
Dieser Eingang geht über die Seite an einer Rampe. Allerdings ist
die Tür für einen breiteren Rollstuhl weder breit genug noch kann
man sie selber aushängen! Alleine würde ich da also nicht weit
kommen! Bevor man die Tür aushängt muss zuerst die Alarmanlage
demontiert werden, sonst heult sie!
Der Lift hält manchmal so ungleichmäßig das man manchmal eine hohe
Stufe überwinden muss um hineinfahren zu können!
Euer BAGRU-Kammerl mag vielleicht gut beleuchtet sein, aber mit
Rollstuhl komme ich da unmöglich hinein!
Die Tür zum Vorraum der Seminarräume ist auf einer Seite hoch und
schwer und noch dazu mit einem Zug versehen! Da sich das aushängen
der zweiten Tür als schwierig gestaltet fahre ich jedes Mal
rundherum um zum Seminarraum 3 zu gelangen.
Auf der rechten Seite ist oft der zweite Türflügel zu! Da er aber
nur von innen zu öffnen ist stehe ich mit dem Rollstuhl auch hier an
und käme alleine NIE weiter!
Zuguterletzt wäre da noch das Rollstuhlklo! Das ist zwar gut und
schön aber häufig von innen versperrt und von außen nur mit einer
1Euro Münze und viel Kraft zu öffnen! Zweitens hat die Türe auch am
Klo einen Zug was das Hineinfahren wirklich nicht erleichtert!
Und am Klo selbst steht ein großer Kasten gerade so das man mit dem
Rollstuhl beim umdrehen und Hinausfahren jedes Mal seine liebe Not
hat weil einfach zu wenig Platz ist! (...)"
~ Katharina Schaupp
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